Nachruf auf die Challenges

Heute fand ich in unserer Inbox die Stellungnahme von Groundspeak, daß es auf geocaching.com keine Challenges mehr geben wird. Das finden wir schade! Also gibt es nur ein Jahr nach unserem ersten Erfahrungsbericht gleich einen Nachruf.

35 Challenges hatten wir zum Schluß komplett, vor allem globale. Einige globale konnten wir über unser Fotoarchiv lösen, wie z.B. Animal Traffic Signs, Sunrise...Sunset, Gargoyles, Swinging like a kid, Wacky Water Towers, Footbridges, Green ain't mean, Outrageously Oversized, Record a record, Stand up for art, Fountain Photo fantastic bzw. zwei Challenges rund um den Eiffelturm in Paris.

Mascot Madness 

Für andere Challenges haben wir extra die Wanderschuhe geschnürt oder andere Aktionen unternommen. Für die eigentlich lokale Challenge 2012 Mascot Madness im Londoner Olympiastadion war es erlaubt, ein Foto mit Maskottchen hochzuladen von dem Ort, an dem man die Olympischen Spiele erlebt hat. Bei mir war das eindeutig der Fernsehschirm, also haben wir unseren Wenlock auf dem TV-Tisch abgelichtetLächelnd.

Besonders aktiv sind wir natürlich immer im Urlaub. Für Who put the fire out sind wir in Greetsiel zur örtlichen Feuerwache marschiert, für Welcome to... waren wir am Ortsrand, um das Willkommensschild abzulichten. Bei Wetter in Greetsiel mußten wir die Wetterstation besuchen und die klimatischen Bedingungen zur Besuchszeit festhalten. Seitdem gibt es für diese Lokationen auch Waymarks, aber dazu komme ich noch in einem anderen Beitrag.

Wetter in Greetsiel

Auch den Pilsumer Leuchtturm, Crossing Borders, Anchor your memories sowie die lokalen Challenges Der schiefe Turm braucht Stütze, Greetsieler Zwillingsmühlen und (an der Ostsee) Seebrücke Timmendorfer Strand konnten wir in den Urlauben mitnehmen.

Für I'm on a boat kletterte ich im Technik-Museum Speyer auf ein Ausstellungsschiff, für Time to shine suchten wir ewig nach einer Sonnenuhr und fanden sie dann durch Zufall im einem Mannheimer Park für This boots are made for walkin' hatten wir die Wanderschuhe zuhause im tiefen Sand.

Boots made for Walking

Challenge absolviert

Mit The sign is mine hatten wir die schwerste Aufgabe zu bewältigen, denn ein Schild mit unseren Vor- oder Nachnamen zu finden, ist nicht einfach. Fündig wurden wir dann endlich in Dänemark, so daß wir im Urlaub extra wegen dieser Challenge in einen kleinen Ort fuhren, nur um uns dort mit dem Straßenschild zu fotografieren. Unter den Augen eines völlig verblüfften GartenmuggelsLachend.

Und richtig gut fanden wir diese hier: Wir basteln einen Reiseführer - Salzburg. Dort hieß es:

Diese Challenge hat das Ziel ein umfangreicher Reiseführer für die Stadt Salzburg zu werden. Mache einen Spaziergang durch Salzburg und/oder seine Umgebung und poste ein Bild von einem Gebäude, Denkmal, einer Sehenswürdigkeit oder einer Szenerie, die dir am Besten gefällt. Du kannst bei den Header-Koordinaten starten oder aber auch einen anderen Startpunkt wählen. Auch die Route ist frei wählbar. Füge zu deinem Bild eine ausführlichere Beschreibung bzw. Hintergrundinformation und die exakten GPS-Koordinaten hinzu.

Auch unsere eigenen Challenges hatten wir überarbeitet. Zum Schluß war eine in Maasholm aktiv, dort sollte das Papierschiffchen der DGzRS ausgedruckt und gefaltet werden; mitsamt dem Schiffchen sollte man dann den Liegeplatz des echten Seenotrettungskreuzers in Maasholm besuchen und sich dort mit Schiff und Kreuzer ablichten lassen. Diejenigen, die mitgemacht haben, hatten offensichtlich Spaß dabei.

Wir sind noch nicht lange als Waymarker aktiv, aber einige der Challenges eigneten sich durchaus auch als neue Waymarks bzw. als Visits auf exisitierenden Waymarks. Kategorien wie z.B. Artistic Welcome Signs könnten geradezu als Vorlage für die globale Challenge Welcome to... gedient haben. Wer so wie wir die Challenges mochte, findet sicher bei waymarking.com viele weitere interessante (Foto-)Aufgaben.

Blöd ist vor allem das Vorgehen: erst werden die Challenges groß angekündigt und ausgebaut, dann ist aus heiterem Himmel Schluß damit. Wir bauen und wirken ja letztlich doch nur in der virtuellen Welt, damit etwas bleibt, an dem wir uns erfreuen können, Fotos, Datensätze, Worte, Leistungen eben. Wir als Challenge-Ownerinnen haben uns schrecklich gefreut, wenn jemand unsere Challenge absolviert hat und ich hoffe, umgekehrt war das ebenso. Egal ob Geocaching, Challenges oder Waymarking, letztlich gibt sich da jemand für jemand anderen Mühe, gibt ein Foto, einige Worte, einen Log. Die Kommunikation rund um die Challenges wird anscheinend spurlos verschwinden. Schade!

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