Sportliche Challenges

Recht neu im Geocaching-Portal sind die sog. Challenges. Hierbei handelt es sich entweder um virtuelles Geocaching (local challenge) oder um mehr oder weniger sportliche Aufgaben, die mit einem Foto belegt werden (global challenge). Alle Challenges haben das Motto gemeinsam "gehe nach draußen und mache etwas".

Um mit dem neuen Spiel erste Erfahrungen zu sammeln, haben die CacherGirls fünf globale Challenges und eine lokale Challenge absolviert sowie eine eigene lokale Challenge initiiert.

Das Foto unten zeigt eines der schönen Ergebnisse der globalen Challenge "A new way to end the day", bei der wir abends nach draußen gehen sollten und an einem Ort, an dem wir sonst nicht sind, den Sonnenuntergang beobachten und fotografieren. Dies ist der ostfriesische Sonnenuntergang außerhalb von Greetsiel nach einem Deichspaziergang. Ohne diese Challenge wären wir abends um diese Zeit nicht mehr draußen gewesen und hätten diesen schönen Moment verpaßt.

Sonnenuntergang

Unsere erste globale Challenge war der "Nature spelling test". Hier sollten wir den Namen unseres Teams in der Natur bzw. mit Naturmaterialien schreiben. Das Foto zeigt das Ergebnis bei einer kleinen Wanderung im Hasslocher Wald während einer Cachingtour. Mit dieser Aufgabe im Hinterkopf entdeckten wir beim Cachen eine freie Sandfläche und zeichneten unseren Teamnamen DiecacherGirls mit Ästen in den Sand.

Teamnamen zeichnen

Bei einer weiteren globalen Challenge hieß es "Take a hike". Wir wanderten durch die Weinberge in Deidesheim. Da insbesondere Fotos mit schöner Aussicht gewünscht waren, rasteten wir nach einem Tradi-Fund bei einer Bank mit schöner Aussicht auf Deidesheim und nahmen das Foto für die Challenge gleich mit.

Deutlich weniger sportlich wurde wetterbedingt die Challenge "Picture a sailor's saving sign", bei der wir uns vor einem Leuchtturm ablichten sollten. Da wir im Oktober sowieso in Greetsiel einen Cacheurlaub geplant hatten, akzeptierten wir die Challenge, denn Leuchttürme gibt es zuhause in der Pfalz leider nicht. Die einsetzenden Herbststürme machten selbst einen kurzen Aufenthalt an der Nordseeküste zur Herausforderung. Auf dem Foto friere ich vor dem Campener Leuchtturm.

Am Leuchtturm

Wieder ganz sportlich lief unsere erste lokale Challenge. Während man bei globalen Challenges den Ort selbst wählen darf, an dem die Aufgabe erfüllt wird, sind bei der lokalen Challenge die Koordinaten vorgegeben. Wir sollten uns zu dieser Koordinate begeben und dort die Schäfchen zählen: 53°30.387'N 007°03.188'E. Unsere kleine Wanderung führte uns an den gewünschten Ort am Nordseedeich bei Pilsum, doch leider waren ausnahmsweise keine Schafe auf dem Deich (siehe Foto). Das Ergebnis der Schafzählung war also null.

Null Schafe

Meine Lieblingschallenge wurde im Urlaub die globale Challenge "Be a kid again". Hier sollte man auf einen Baum klettern. Immer wieder beäugte ich geeignete Bäume in der Krummhörn, doch dann ergab sich die Kletterei ganz automatisch beim Cachen. Ein empfehlenswerter Multicache südlich der Stadt Norden erfordert an der zweiten Station eine Klettereinlage. Das Foto zeigt mich in Tarnkleidung zwischen Buchen auf der Suche nach einem PETling.

CacherGirl im Baum

FAZIT:

Wie so oft beim Geocachen kommt es darauf an, was man als Team daraus macht. Wir haben uns die Challenges gezielt ausgesucht und sind für jede einzeln losgezogen, um möglichst viel Zeit draußen zu verbringen (z.B. beim Leuchtturm, beim Sonnenuntergang, beim Schafezählen). Manchmal haben wir die Challenges mit Geocaching kombiniert, denn oft kommt die Idee erst unterwegs (z.B. beim Teamnamen und beim Klettern).

Andere Completed-Logger scheinen das nicht so eng zu sehen, solange sie einen Punkt kassieren können. Beispielsweise werden bei der Schäfchen-Challenge einfach irgendwelche Fotos von Schafen hochgeladen, die mit der tatsächlichen Lokation nichts zu tun haben. Detaillierte Anforderungen für globale Challenges werden gerne mal überlesen.

Die Plattform geocaching.com enttäuschte uns auch mehrfach bei der technischen Abwicklung. Zwei von sechs Fotos konnten wir nur mit einem Serverfehler hochladen. Die Historie der absolvierten Challenges wird nach nur 30 Tagen gelöscht. Auch die Fotos, die man hochlädt, verschwinden im Server-Nirvana, während sie bei Geocaches sauber in einer Galerie abgelegt werden. Challenges sind ein Massengeschäft; beispielsweise wurde die Kletterchallenge bisher von fast 6.000 Usern angenommen und von fast 4.000 absolviert.

Premium Mitglieder dürfen auch eigene lokale Challenges anlegen. Die CacherGirls haben sofort nach der Freischaltung der neuen Funktion die erste und damit älteste Challenge in Greetsiel angelegt: "Zwei Stöcke, zwei Leuchttürme, vier Caches".

Es soll eine Challenge für Nordic Walker sein, die auf einem schönen Radweg an zwei Leuchttürmen vorbeiführt; auf dieser Tour sollen vier Geocaches gefunden und geloggt werden (zwei sind vorgegeben, zwei können frei gewählt werden). Die Resonanz ist durch die detailgenaue Vorgabe überschaubar, so daß wir gut verfolgen können, wer akzeptiert und ob wirklich vier Caches geloggt wurden. Ob der Weg zwischen den Leuchttürmen tatsächlich nordic walkend zurückgelegt wurde oder mit dem Auto, dürfen die Leute mit ihrem Gewissen ausmachen.

Ich persönlich finde die Challenges ganz witzig und vor allem die globalen geben immer mal wieder lustige Aufgaben vor. Die meisten lokalen Challenges sind allerdings durchweg unsportlich, meist muß man sich selbst vor einer Sehenswürdigkeit fotografieren, was für den Persönlichkeitsschutz immer etwas fragwürdig ist.

Aufgrund der derzeit noch fehlenden technischen Unterstützung werden wir sicher keine leidenschaftlichen Challenge-Punktesammler, doch eine Anregung, um nach draußen zu gehen und etwas einigermaßen Sinnvolles zu unternehmen, ist den CacherGirls immer recht.

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